Lichttherapie!Symbol für Lichtherapie

Wir bieten hier in unserer Praxis für unsere Patienten die Lichttherapie an! Hiermit möchten wir Ihnen ein paar Informationen über die Lichttherapie geben! Lichttherapie ist in vielen Fällen erfolgreich. Die Lichttherapie zeigt oft eine rasche Wirkung.

Warum uns Lichtmangel krank machen kann. Wie die Lichttherapie vorbeugen und heilen kann.

Das Licht bestimmt unseren Rhythmus.

Heute wissen wir, dass Licht für viele Abläufe im Körper als Zeitgeber wirkt. Dabei gelangt das helle Tageslicht über das Auge und die Sehnerven in Form elektrischer Impulse zur „inneren Uhr" unseres Gehirns. Sie nutzt die Hell-Dunkel-Informationen und veranlasst andere Hirnstrukturen zur rhythmischen Ausschüttung chemischer Botenstoffe. Dies sind z.B. das schlaffördernde Hormon Melatonin einerseits und die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin als „Gute-Stimmung-Macher" andererseits.

Bei Dunkelheit wird müde machendes Melatonin produziert, bei genügend Licht wird die Produktion gestoppt. Geraten wir durch Lichtmangel aus dem Rhythmus, kann es zu Krankheiten und Befindensstörungen kommen.

Die Raumbeleuchtung ist stets viel zu dunkel!

Wir leben hauptsächlich in geschlossenen Räumen. Hier herrscht eine durchschnittliche Beleuchtungsstärke von ca. 500 Lux. Das empfinden wir zwar als hell, es ist aber viel zu wenig, um für den Körper ein effektiver Zeitgeber zu sein. Diese komplexen Abläufe funktionieren erst, wenn Licht in einer Beleuchtungsstärke von ca. 2.500 bis 10.000 Lux für täglich 0,5 bis 2 Stunden vorhanden ist.

Viele Menschen reagieren auf die relative Dunkelheit sehr sensibel. Besonders im Herbst und im Winter: Man steht bei künstlichem Licht auf, arbeitet tagsüber bei etwa 500 Lux und geht bei Dämmerlicht wieder nach Hause. Als Folge kann sich eine Winterdepression mit Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit, verringerter Leistungsfähigkeit und anderen körperlichen Symptomen entwickeln.

Aber auch im Sommer kann durch entsprechende Arbeitsbedingungen und Lebensgewohnheiten Lichtmangel herrschen und z.B. zu Schlafstörungen führen.

Die Lichttherapie kann vorbeugen und heilen...

Millionen von Menschen leiden an regelmäßig wiederkehrenden Krankheiten und Befindensstörungen.

Die Lichttherapie kann in vielen Fällen eine weitgehend nebenwirkungsfreie Alternative sein. Sie kann oftmals nicht nur die Symptome beseitigen, sondern positiv auf die Ursache der Beschwerden einwirken.

... bei Depressionen während der dunklen Jahreszeit

Viele Menschen leiden immer wieder zwischen Oktober und März unter der so genannten „Winterdepression". Dabei können Antriebslosigkeit, Traurigkeit und verstärkter Appetit mit Gewichtszunahme auftreten. Die verringerte Lichteinstrahlung während der Jahreszeit beeinflusst die Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffen im Gehirn und damit die Gefühle und das Aktivitätsniveau vieler Menschen so stark, dass es zu ernsthaften Beschwerden kommen kann.

... bei Schlafstörungen(Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus)

Menschen, die unter einem unregelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus leiden, sind tagsüber oft so müde, dass sie schlafen müssen und kommen dann nachts nicht zur Ruhe. Andere Menschen leiden unter dem Syndrom der verzögerten Schlafphasen, können erst sehr spät einschlafen und sind weit in den Tag hinein müde und inaktiv. Extreme Morgentypen plagen sich mit vor verlagerten Schlafphasen, ermüden abends allzu schnell und wachen extrem früh auf.

Ein möglicher Grund: Die durchschnittliche Beleuchtungsstärken am Arbeitsplatz oder zu Hause (ca. 500 Lux) sind zwar völlig ausreichend, um z.B. zu lesen. Das reicht aber bei weitem nicht aus, um Hormone und Botenstoffe im Gehirn maßgeblich zu beeinflussen (ab 2.500 Lux).

Die Folge: Weil es für unser Gehirn auch am Tage Nacht bleibt, kommt unser Rhythmus durcheinander, die Leistungsfähigkeit sinkt, soziale Konflikte häufen sich.

Die Lichttherapie kann Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus und ihre negativen Auswirkungen erheblich lindern.

... bei „Tagen vor den Tagen"(Prämenstruelles Syndrom)

Mehr als die Hälfte aller Frauen über 30 Jahren leidet ca. 1 Woche vor dem Eintritt ihrer Periode unter erheblichen körperlichen und psychischen Beschwerden. Die Beeinträchtigungen (Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Schwunglosigkeit, Schmerzen verschiedener Art u. a. m.) sind oft sehr stark.

Viele Frauen glauben, dass die erheblichen Befindensstörungen während der „Tage vor den Tagen" zum „Frauensein" gehören, das ist nicht unbedingt richtig. Die Lichttherapie kann eine wirksame Möglichkeit sein, sich von den Beschwerden zu befreien.

Für weitere Fragen oder Terminvereinbarungen sind wir gerne für Sie da!

 

Dr. med. Bernhard Schaner
FA für Neurologie und Nervenheilkunde
Frau Dr. med. Beate Conrady-Walz
FÄ für Neurologie und Psychiatrie