Botulinumtoxintherapie

 

Behandlung mit Botolinumtoxin:

Botulinumtoxin ist ein von Bakterien produziertes Eiweiß, welches durch Einspritzung in Muskeln zu einer zeitlich begrenzten Schwächung der behandelten Muskulatur führt. Botulinumtoxin wird dabei nur in ganz geringen Mengen in die Muskeln gespritzt, die sich unwillkürlich verkrampfen, z.B. Muskeln, die nach einem Schlaganfall eine Spastik aufweisen, so dass die Hand nicht mehr geöffnet werden kann oder Muskeln im Bereich der Augen, deren Verkrampfung zu einem ständigen Zwinkern und damit zu einer Sehbehinderung führen oder Halsmuskeln, deren Verkrampfung zu einer unwillkürlichen Drehung des Kopfes führt.

  • Der Effekt durch das eingespritzte Medikament setzt nach circa 4 Tagen ein, der volle Wirkeffekt wird in der Regel nach 2-3 Wochen erreicht. Die Wirkdauer beträgt meist 3 Monate, dann muss man (will man den therapeutischen Effekt erhalten) den Muskel erneut mit Botulinumtoxin behandeln.
  • Gegenanzeigen sind Allergien gegen Bestandteile des Präparats, bei Schwangerschaft. Bei Patienten, die mit Marcumar behandelt werden, kann es durch die Injektion (Einspritzung) eher zu Blutergüssen (Hämatomen) kommen.
  • Nebenwirkungen sind selten: Bluterguss durch die Injektion (auch bei Patienten, die mit Aspirin behandelt werden), Schwellung, örtliche Infektion oder auch durch eine zu starke Wirkung oder zu hohe Dosis zu starke Schwächung des Muskels z.B. im Augenbereich mit der Folge eines Herabhängen des Mundwinkels oder Lids, dieser Effekt/Nebenwirkung klingt jedoch wie der therapeutische Effekt nach einigen Wochen wieder ab.